Die neue Coronaverordnung des Kultusministerium ändert an der wesentlichen Linie von Ministerin Eisenmann nichts.Insofern bleibt die Linie konsequent. Konsequent darin, jede Verantwortung den einzelnen Schulleitungen aufzulasten. Die Ministerinm eröffnet Möglichkeiten, die sie im nächsten Satz zurücknimmt.

Wenn beipielsweise der Wechselbetrieb ab einer Inziudenz von 200 ermöglicht wird, dann aber eine Reihe von Voraussetzungen und zahlreiche Ausnahmen folgen und am Ende gesagt wird, die Entscheidungen treffen die Schulleitungen, ist klar zu erkennen, dass die Ministerin von Angst getrieben wird. Sie versucht einerseits, ihrer Verantwortung für die Gesundheit von Schüler- und Lehrerschaft gerecht zu werden, traut sich aber nicht, dafür Rahmenbedingungen zu schaffen, weil sie immer auch den Ärger der Eltern fürchtet.

Die Eltern nämlich sind diejenigen, die die Konsequenzen tragen müssen, wenn die Kinder wieder zu Hause bleiben müssen. Und dies müssen sie deshalb, weil das Land in Person der Kultusministerin es auch in diesem Jahr nicht geschafft hat, Schule so zu organisieren, dass sie den Veränderungen gerecht wird, die in den vergangenen Jahren auch ohne Corona unsere Gesellschaft und das Arbeitsleben umgekrempelt haben. Stattdessen verfolgt die Landesregierung eine Schulpolitik, die an einem konservativen Familienbild ausgerichtet ist. Dafür allerdings genügt Nichtstun. Und wenn die Folgen dieser Untätigkeit unübersehbar werden, flüchtet sich die Ministerin in Vorgaben, die untauglich sind, eine unglaubliche Schaumschlägerei sind und deren Folgen alle Kinder und Jugendlichen tragen müssen, alle Beschäftigten, jede einzelne Schulleitung. Denn für die Ministerin zählt nur eine Priorität. Sie möchte gewählt werden. Dafür vermeidet sie jede noch zu sinnvolle Entscheidung, die möglicherweise irgendeinen Wähler vergraulen könnte. Sie nimmt die Schulen als Geisel.

Kultusministerium im Corona Chaos – Was denn nun?